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Bildergalerie Orgelkonzerte 2014

Das Orgelfest hat in der Vorwoche und am Festwochenende selbst mit einer Reihe zum Teil hochkarätig besetzter und sehr unterschiedlicher Orgelkonzerte aufgewartet.

"Orgel & Friends"

Sonntag, 22. Juni, 20 Uhr, evangelische Kirche Kollnau (Paul Gerhard-Weg 1): "Orgel & Friends". 
Die Möglichkeiten der neuen Jäger & Brommer-Orgel in der Kirche wurden mit ihrer Funktion- und Midi-Technik klanglich vorgestellt. Die Orgel erklang wie von Geisterhand oder wurde von zwei Organisten aus unterschiedlichen Positionen gespielt, mal als Soloinstrument, mal zusammen mit Jazzmusikern. Musik von Mozart über Django Reinhardt bis hin zu Star Wars wurde gespielt. Mitwirkende waren Dr. Martin Kares (Orgel), Ulrich Reinhardt (Orgel, nicht mit Django Reinhardt verwandt), Nikolaus Rapp (Bass), Ralf Reinhardt (Gitarre, mit Django Reinhardt verwandt), Heinz Jäger (Gitarre, Drehorgel), Adrian Oswalt (Querflöte), Eric Fricke (Gitarre).

  • Ralf Reinhardt, Heinz Jäger und Adrian Oswalt. Bilder: Dorothea Scherle
  • Nikolaus Rapp und Ralf Reinhardt.
  • Eric Fricke.
  • Heinz Jäger.
  • Heinz Jäger und Adrian Oswalt.
  • Dr. Martin Kares.
  • Nikolaus Rapp, Ralf Reinhardt, Heinz Jäger, Adrian Oswalt, Eric Fricke.

"Bienvenidos amigos!"

Dienstag, 24. Juni, 20 Uhr, Stadtkapelle Waldkirch (Turmstraße 1): "Bienvenidos amigos!"
(Herzlich willkommen, Freunde). Ein Abend voller musikalischer Überraschungen von Mozart bis Bob Dylan. Mitgewirkt haben: Wolfgang Brommer, William Cuthbertson, Frauke Hofmann, Carina Kaltenbach, Adrian Oswalt, Svenja Rietschle, Stephan Ronkov, Philipp Spengler und Markus Trenkle - und die Kiene-Orgel. Der Erlös des Konzerts, das Katja Rußhardt organisiert hat, ist für die Familie des chilenischen Orgelfreunds Claudio gedacht, deren Haus in Valparaiso abgebrannt ist.
Konzertprogramm (8 KB)

  • Katja Rußhardt, Organisatorin. Bilder: Dorothea Scherle
  • Carina Kaltenbach.
  • Frauke Hofmann.
  • Philipp Spengler.
  • Adrian Oswalt.
  • Wolfgang Brommer.
  • Carina Kaltenbach, William Cuthbertson, Frauke Hofmann.
  • Svenja Rietschle.
  • Markus Trenkle.
  • Carina Kaltenbach und William Cuthbertson.
  • William Cuthbertson.
  • Frauke Hofmann.
  • Adrian Oswalt.
  • Stephan Ronkov.
  • Alle Mitwirkenden.

Drehorgelkonzert

Mittwoch, 25. Juni, 19 Uhr, Kulturkathedrale (Fabrik Sonntag): Drehorgelkonzert.
Drei außergewöhnliche französische Instrumente aus drei Jahrhunderten stellte der Waldkircher Orgelbauer Achim Schneider während seines gut besuchten Konzerts in der an seine Werkstatt angrenzenden Kulturkathedrale vor: eine im 18. Jahrhundert gebaute Serinette - die kleinste Drehorgel -, eine schon deutlich größere Organina Thibouville vom Ende des 19. Jahrhunderts und eine selbst gebaute Drehorgel - in Waldkirch entstanden, aber dennoch ein französisches Instrument, weil es mit seinem 27er System französischer Bauweise folgt.

  • Kulturkathedrale. Bilder: Dorothea Scherle
  1. Die stiftswalzengesteuerten Serinetten mit zehn kleinen Metallpfeifen markieren den Anfang der Drehorgelgeschichte. Sie waren  ursprünglich dazu bestimmt, Vögeln Melodien beizubringen.
  2. Die Organina Thibouville ist ein kartongesteuertes Zungeninstrument.  24 Zungen erzeugen die Klänge.
  3. Die bezaubernde 27er Drehorgel aus dem Hause Schneider funktioniert ebenfalls mit Kartonnoten. Sie hat 54 klingende Pfeifen in zwei Registern. 

"Pfeiff-Konzert"

Samstag, 28. Juni, 16.30 Uhr, evangelische Stadtkirche Waldkirch (Ecke Freiburger / Freie Straße): "Pfeiff-Konzert".
Ungehörtes - gehört! Adrian Oswalt lässt seine weltweit einmalige Klang-Kunst XXXL-Orgel mit eigenen Kompositionen erklingen. Der katholische Organist Ulrich Reinhardt aus Waldkirch-Kollnau spielt die evangelische Kirchenorgel. Erich Steiner, der jüngste Komponist für Drehorgel weltweit, lässt eine eigene Komposition hören. Und die Schwarzenberger Herolde brillieren mit einem Bolero auf Businen.

  • Schwarzenberger Herolde. Bilder: Dorothea Scherle
  • Adrian Oswalt.

"DJs meet Orgel"

DJs meet Regen - die Laune ist trotzdem gut. Bild: Dorothea Scherle

Samstag, 28. Juni, 21 Uhr, Bühne vor dem Elztalmuseum (Kirchplatz 14): "DJs meet Orgel".
Christian Werle, gebürtiger Waldkircher, hatte DJs um sich geschart, die elektronische Musik mit Orgelklängen verbinden sollten. "Die Geschichte der Orgelwelt ist in Waldkirch so präsent, und alle drei Jahre lautstark zu hören. Gleichzeitig ist diese Musik für jüngere Menschen schwer zugänglich", so Werle. Deshalb wollte er aktuelle Musik mit der althergebrachten verbinden. "DJs meet Orgel" hieß das Projekt. Der Beatboxer Giuseppe Di Mauro hat Geräusche und Klänge zur Orgelmusik mit seiner Stimme geformt, und Kiriazis Grammos und Karim Hammoud haben einen Rap verfasst. Diese Elemente wurden bereits im Studio aufgenommen. Die DJs Florian Mayer und Christian Werle wollten diese Aufnahmen live mit elektronischer Musik und Orgel-Sound mischen. So war's geplant. Aber das Wetter hat den Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht: "DJs meet Orgel" ist leider ins Wasser gefallen. Dafür werden die Jungs jetzt eine CD aufnehmen und das Konzert bei anderer Gelegenheit geben.

Festkonzert mit Pierre Charial

Sonntag, 29. Juni, 11 Uhr, Barocksaal des Elztalmuseums (Kirchplatz 14): Festkonzert.
Der Ausnahmekünstler, Musiker und Komponist Pierre Charial gab am Orgelfestsonntag mit seiner Odin-Drehorgel ein Festkonzert. Er gestaltet ein besonderes musikalisches Erlebnis - ein Zauberwerk aus 114 Pfeifen für Haydn, Mozart, Ligeti und Jazz. In seinen Kompositionen experimentiert Pierre Charial mit den Grenzen der Strukturierung von Klang, Musik und Sprache - originell, lebhaft und höchst virtuos. Charial fesselt sein Publikum durch leidenschaftliche Spielfreude, eine aufregende Liebe zum Detail und Darbietungen voller Drive und Esprit.

  • Festkonzert mit Pierre Charial aus Paris im Barocksaal des Elztalmuseums. Bilder: Dorothea Scherle

Vita

Pierre Charial hat am Konservatorium in Lyon Klavier, Fagott und Komposition studiert. 1975 beendete er seine Laufbahn als klassischer Berufsmusiker und suchte neue musikalische Wege in der Komposition und Aufführung. Seither ist er auf dem Gebiet der Komposition und der Schaffung von Notenschriften für mechanische Musikinstrumente schöpferisch tätig. Auf diesem Gebiet hat er mit verschiedenen großen Komponisten des 20. Jahrhunderts wie György Ligeti zusammengearbeitet.

Musikmachmaschine und Ensemble Alarm

Sonntag, 29. Juni, 15 Uhr, Kulturkathedrale (Fabrik Sonntag): Musikmachmaschine und Ensemble Alarm.
Die städtische Musikschule hat zusammen mit dem Freiburger Ensemble "Alarm" ein außergewöhnliches Konzert vorbereitet. 2011 hatten Waldkircher Kinder des Kindergarten Regenbogen unter der fachkundigen Mithilfe des Orgelbauers Achim Schneider eine Musikmachmaschine aus Alltagsgegenständen, Sperrmüll, alten Instrumenten und allem, was klingt, gebaut. Nach zwei Konzerten wartete die Maschine im Elztalmuseum auf weitere Auftritte.

Erlösung aus dem musealen Dasein

Das Ensemble Alarm hat dieses absolute sehens- und hörenswerte Stück Klangkunst aus seinem musealen Dasein erlöst und ein neues Stück unter Zuhilfenahme gewöhnlicher Instrumente entwickelt. Die Baumeister der Musikmachmaschine, die mittlerweile Instrumentalschüler der Musikschule Waldkirch geworden sind, wirken mit. Sie bedienen die Musikmachmaschine und spielen dazu auf den Instrumenten, die sie inzwischen erlernen. Sie haben gemeinsam mit den Musikern des Freiburger Ensemble "Alarm" das Stück erarbeitet und einstudiert.

Kirchenorgelkonzert mit Thierry Mechler

Sonntag, 29. Juni, 19 Uhr, St. Pankratius Buchholz (Schwarzwaldstraße 28): Kirchenorgelkonzert.
Das Abschlusskonzert zum Waldkircher Orgelfest gestaltete Prof. Thierry Mechler. Sein Programm war ein Rundgang durch die europäische Orgelmusik mehrerer Jahrhunderte. Neben Orgelwerken von Bach, Boëly, Heredia und Strauss hat er eine "Französische Suite im alten Stil" und am Schluss eine "Symphonische Suite" improvisiert. Das Programm hat die ganze Klangvielfalt der Winterhalter-Orgel gezeigt und war ein großartiger Abschluss des Orgelfestes mit einem der wichtigsten Repräsentanten der französischen Organistenszene, dessen familiäre Wurzeln auch in Waldkirch liegen.

Vita

Thierry Mechler wurde 1962 im elsässischen Mulhouse geboren. Seine wichtigsten künstlerischen Stationen waren das Klavierstudium bei der legendären Pianistin Helene Boschi und das Orgelstudium bei Daniel Roth in Straßburg. Diese Studien setzt er in Paris bei Marie‑Claire Alain und Jacques Taddei fort. Von Beginn an war Thierry Mechler neben seiner Konzerttätigkeit weltweit (u.a. mit Konzertreisen in die U.SA) auch als internationaler Juror und Pädagoge tätig. Seit 1998 ist Thierry Mechler Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, 2002 übernahm er die Aufgaben des Organisten und Orgelkustos der Kölner Philharmonie, wo er seitdem regelmäßig zu hören ist. Thierry Mechler lebt mit seiner Familie im Elsass.